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Entwurfsvorstellung Masterarbeit Fünfspartentheater – Kulturviertel Chemnitz

30. Juni 2019, 12:00 bis 18:00

Kostenlos

Fünfspartentheater Kulturviertel Chemnitz

Vorstellung der Masterarbeit durch Christoph Weigel um 13:00 und 15:00 Uhr

Im Anschluss folgt eine Diskussionsrunde zum Thema öffentlicher Raum und Bauten für kulturelle Zwecke. Es werden von 12:00 – 18:00 Uhr Mitglieder der Architektenkammergruppe Chemnitz vor Ort sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften, Prof. Ulrich Vetter, Prof. Wilfried Mayer

Im Umfeld des Opernhauses fand man nach 1945 eine stark zerrüttete und zerstörte Innenstadt wieder, in der nur wenige Gebäude erhalten werden konnten. Folglich wurde ein gesamtes Stadtzentrum neu entworfen. Es wurden weitläufige, dem Automobil gerechte, Straßenzüge als Vorbild sozialistischer Architekturmoderne errichtet. Neben architekturikonischen Bauten gab es auch vernachlässigte und eher zweckdienlichere Bereiche. So zum Beispiel die Flächen um den Theaterplatz. Die Theater Chemnitz leiden unter einem hohen Investitionsstau.  Der Verwaltungsbau ist eine Baracke – Bühnen, veraltete Werkstätten und Depots verteilen sich im gesamten Stadtgebiet. Um langfristig Kosten zu sparen, Wege zu verkürzen und vor allem die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter*innen zu steigern, bedarf es einer Zentralisierung der Bühnen und Funktionsbereiche am Theaterplatz.

Nach einer Neuordnung des hier genannten Quartiers wird ein Erweiterungsbau angestrebt, der sich in seiner Form in die neu geplante Fläche einfügt und einen Anschluss an das bestehende Opernhaus bietet. So sind dem Foyer winklig angeordnet der große Saal, welcher seitlich erschlossen, mit multifunktionaler Haupt-, Hinter- und Nebenbühne, Bühnenturm und Orchestergraben ausgestattet, die neue Schauspielstätte darstellt und der kleine Saal, welcher dem Figurentheater als neue Bühne dient.
Hinter den Öffentlichkeits- und Bühnenbereichen sind ausgedehnte Funktionsbereiche wie Theatertischlerei, Metallbauwerkstatt, Skulpturenwerkstatt, Montagebereich, großer Malsaal, sowie Magazine angeordnet. Hier ist neuartig, dass der Fußgängerverkehr durch die offene Fassadengestaltung des Gebäudes freie Einsicht in die Funktionsbereiche eines Theaterbetriebes erhält und somit bisher verborgene Bereiche sieht. Dies weckt das Interesse am Theater selbst und sorgt für Transparenz. In den oberen Etagen sind der große Orchesterprobensaal, Tonstudio, Instrumentenwerkstatt, Ballettprobensaal, Theaterschneiderei mit Magazinen, Mitarbeiterräume, Künstlergarderoben, Theaterkantine, neue Theaterverwaltung und Intendanz situiert. Neben einer in das Gebäude integrierten Anlieferungszone sorgt ein Übergang zum bestehenden Opernhaus für eine gleichzeitige Bespielung dessen. Die Neuschaffung des historischen Antonplatzes bietet eine Vorplatzsituation für den hier geplanten Erweiterungsbau. Als äußere Fassung dessen und um die übrige Brachfläche zu verdichten, ist eine, den feingliedrigen Straßenverläufen nachempfundene, Blockrandbebauung denkbar. 

BauNetz prämierte die besten Abschlussarbeiten aus Bachelor-, Master- und Diplom-Studiengängen.  Dies ist der Preisträger Platz 1 Campus Master März- April 2019.

 

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Tages der Architektur 2019 in Kooperation mit der Architekten Kammer Sachsen.

Details

Datum:
30. Juni 2019
Zeit:
12:00 bis 18:00
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorien:
, , ,

Veranstaltungsort

Chemnitz Open Space
Brückenstraße 10
Chemnitz, Sachsen 09111 Deutschland
Veranstaltungsort-Website anzeigen

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